Gerüstet in die Arbeitswelt 4.0

13 19. Dezember 2018 / Posted von Drucken

Mit dem Zertifikatslehrgang Skills 4.0 sind insbesondere Arbeitnehmende zwischen 45 und 65 Jahren aus allen Branchen angesprochen, sich fit für die Arbeitswelt 4.0 zu machen.

von Michael Milz

Die zunehmende Digitalisierung in der Arbeitswelt bedeutet für Betroffene mehr als das blosse Verwenden digitaler Hilfsmittel. Die unter dem Akronym VUCA (volatility, uncertainty, complexity, ambiguity) zusammengefassten Phänomene Unbeständigkeit, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit zeichnen die neue Arbeitswelt aus und stellen hohe Anforderungen insbesondere an Arbeitnehmende, die nicht in diese VUCA-Welt hineingeboren wurden oder nicht in ihr sozialisiert wurden. Entsprechend stehen insbesondere Arbeitnehmende im mittleren Alter vor grossen Herausforderungen: Es sind entsprechende Fähigkeiten – Skills – gefragt.

Offen für alle Branchen

«Challenge Your Potential» (CYP), das Kompetenzzentrum für modernes Lernen der Schweizer Banken, führt mit Skills 4.0 einen Zertifikatslehrgang rein digital durch, der genau diese Zielgruppe abholt: die 45- bis 65-Jährigen, und zwar branchenübergreifend. Ursprünglich war der Lehrgang für Bankmitarbeitende gedacht. «Wir haben Skills 4.0 nun bewusst für alle Branchen geöffnet, weil wir gemerkt haben, dass die Heterogenität die Veränderungsbereitschaft unterstützt», sagt Judith Bachmann. Bachmann ist Program Manager Skills 4.0 sowie Educator und Lerncoach bei CYP. Und obwohl sich der Lehrgang an Personen zwischen 45 und 65 Jahren richte, seien auch schon Jüngere mit dabei gewesen.

Standortanalyse

Der Lehrgang Skills 4.0 ist in fünf Module mit sieben Präsenzkurstagen sowie zwei Webinaren gegliedert und dauert rund acht Monate. Ziel ist, die eigenen Potenziale zu erkennen, um seine eigenen Kompetenzen für die Arbeitswelt 4.0 weiterzuentwickeln. «Bei Skills 4.0 handelt es sich um eine Standortanalyse», führt Judith Bachmann aus. «Die Teilnehmenden vergleichen anhand ihrer Auswertung aus dem Online-Assessment ihre eigenen Kompetenzen mit den zukünftig geforderten.» Bei drei Einzelcoachings, die zwischen den Modulen stattfinden, werden Entwicklungsziele vereinbart und laufend umgesetzt sowie reflektiert.

Die eigenen Skills kennen und weiterentwickeln

Nebst dem Zertifikat nehmen die Teilnehmenden das Wissen mit, was in der Arbeitswelt 4.0 auf sie zukommt. «Sie kennen ihre eigenen Skills und wissen, wie sie diese weiterentwickeln. Sie haben sich konkrete Ziele gesetzt für die kommenden Jahre», so Bachmann. Der Lehrgang verspricht zudem, dass die Absolventen nach dem Kurs zuversichtlich seien, die Scheu vor Digitalem überwunden hätten und ihre Stärken und Schwächen kennten. «Zudem gibt es oft nach dem Lehrgang konkrete Massnahmen», so Bachmann abschliessend, «etwa eine nächste Weiterbildung, einen Jobwechsel oder Selbständigkeit, mehr Engagement im aktuellen Job oder auch mehr Achtsamkeit im Alltag.»

Skills 4.0

Für 2020 sind zwei Kurse geplant mit Start im Januar und im März für jeweils 20 Teilnehmende. In beiden Lehrgängen sind zurzeit noch genügend Plätze frei. Sollten alle Voraussetzung für eine Teilnahme ist, sich in Deutsch mündlich und schriftlich zu den jeweiligen Themen einbringen zu können.

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