Gartenbau goes digital

7 7. März 2019 / Posted von Drucken

Gerade im Bereich Planung und Konzeption wird die Digitalisierung auch im Gartenbau eine immer wichtigere Rolle spielen. Wie das aussehen könnte, kann man zum Beispiel am Stand digital nature an der diesjährigen Giardina erleben.

von Michael Milz

Die Gartenbaubranche kommt einem beim Stichwort Digitalisierung nicht gerade als erste in den Sinn. Und ja, selbstverständlich werden auch in Zukunft Bäume, Sträucher und Blumen ihre Wurzeln in Erdreich schlagen und nicht mit Bits und Bytes gedüngt. Dennoch: Die Digitalisierung macht auch vor der Grünbranche nicht Halt.

Gerade bei Planung und Umsetzung wird sich in naher Zukunft viel verändern. BIM – Building Information Modeling – ist eines der Stichwörter, das in diesem Zusammenhang immer häufiger fällt. BIM beschreibt das digitale Modellieren von Bauwerksdaten: Noch vor dem ersten Spatenstich wird ein virtueller Zwilling des geplanten Bauwerks erstellt, an dem sämtliche auch auf dem Bau Beteiligten über eine gemeinsame Schnittstelle mitarbeiten – auch die Gartenbaufachleute und Landschaftsarchitekten.

Digitalisierung bedingt einen Kulturwandel

Damit ein solch zukunftsträchtiges Bauen überhaupt möglich ist, braucht es nicht nur die technischen Hilfsmittel – diese existieren bereits weitgehend –, sondern auch ein generelles Umdenken und einen Kulturwandel. Denn Digitalisierung bedeutet nicht nur das Arbeiten mit digitalen Hilfsmitteln, sondern eben auch vernetztes Arbeiten mit allen beteiligten Partnern. Wie das im Gartenbau funktionieren könnte, kann erstmals an der diesjährigen Giardina erlebt werden (vgl. Box unten).

Hochschule zieht mit

Die Digitalisierung der Grünbranche zieht noch weitere Kreise und betrifft wohl eher früher als später auch die Berufsbildung. So gibt es ab dem Herbstsemester 2019 an der Abteilung Landschaftsarchitektur der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) eine Professur für Projektierung und BIM in der Landschaftsarchitektur, die der Landschaftsarchitekt Christian Graf innehaben wird.

Giardina 19

An der diesjährigen Gartenbaumesse Giardina können die Möglichkeiten der Digitalisierung für das Schaffen von Aussenräumen zum ersten Mal ganz konkret erlebt werden: Mit dem Projekt digital nature zeigen «The Visionaries» – ein branchenübergreifender Verein mit 18 Unternehmen – was heute bereits alles möglich ist. In diesem 220 Quadratmeter grossen Garten in der Halle 1 der Messe Zürich erleben die Besucherinnen und Besucher sicht- und greifbar, wie die Digitalisierung neue Wege für das Planen, Bauen und Beleben des eigenen Grünraums möglich macht. Der Stand ist in drei Hauptelemente gegliedert und fokussiert konsequent auf das Thema Digitalisierung.

Messe Zürich, 13.–17. März 2019. Mi/Do: 9–20 Uhr, Fr: 9–22 Uhr, Sa/So: 9–18 Uhr

 

Im Herbst 2019 findet zudem ein zweitägiger Kongress «Digitalisierung in der Grünbranche» statt. Dahinter steht die Organisation «netzwerk_G», die Unternehmen der Grünen Branche auf dem Weg ins digitale Zeitalter unterstützen will.

Das Laufbahnzentrum der Stadt Zürich wird heuer 100 Jahre jung – feiern Sie mit und gewinnen Sie zum Beispiel eine Laufbahnberatung!

Keine Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin mit dieser einverstanden.

Spam- Schutz *